Zielsetzungen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Elementarbereich

Nachhaltige Entwicklung einfach ausgedrückt heißt: „Hier nicht leben auf Kosten von anderswo und heute nicht auf Kosten von morgen."

Hintergrund des Bildungsansatzes „Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE) ist die Agenda 21, ein Aktionsprogramm für die Welt im 21. Jahrhundert.

Dabei ist BNE weit mehr als Wissensvermittlung – sie bedeutet handlungsorientiertes Lernen mit vielen Bezügen zur eigenen Lebenswelt. Im Vergleich zur klassischen Umweltbildung, die ursprünglich eher naturwissenschaftlich ausgerichtet ist, fordert das Leitbild der BNE damit auch Offenheit gegenüber sozialwissenschaftlichen, ökonomischen und auch kulturellen und ethischen Themen.

Grundlegendes Ziel der BNE im Elementarbereich ist es, die Fähigkeiten und Kompetenzen von Kindern zu fördern, die für eine verantwortungsbewusste Mitgestaltung der Gegenwart notwendig sind. Zu diesen Kompetenzen zählen

  • Achtung und Wertschätzung gegenüber Natur und Umwelt
  • Weltoffenheit
  • Toleranz gegenüber anderen Menschen, Meinungen und Andersartigem
  • gemeinsam an einem Problem arbeiten und zu Lösungen kommen können
  • sich bewusst werden, dass das eigene Handeln für sich selbst und andere von Bedeutung ist.

BNE will nicht von Erwachsenen verursachte Probleme in die Kindertageseinrichtung verlagern. Im Gegenteil, BNE bietet für Kinder die große Chance, ihre Potentiale in einer vielfältig und sich stetig entwickelnden Welt zu erkennen und Möglichkeiten zur Mitgestaltung zu entdecken.

Dieses Ziel der BNE ist ebenso im aktuellen Bildungsauftrag des Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes enthalten.

In der Durchführung der Programmangebote des ÖBZ spielen erlebnisorientierte und handlungsbezogene Komponenten eine große Rolle. Unsere Dozentinnen und Dozenten veranschaulichen die Themen durch Erkundungen, Experimente, Spiele und kreatives Gestalten. Sie bieten Freiraum für selbstständiges, neugieriges Forschen, zeigen Zusammenhänge auf und führen hin zu vernetztem Denken. Team- und Gruppenarbeiten fördern soziale Kompetenzen, gewähren Entfaltungsspielraum und vermitteln eigenständige Lernerfahrungen. Die Kinder werden in ihrer Entdeckungslust unterstützt, sollen Neues erfahren, Zusammenhänge begreifen und zu kreativen, problemlösenden Gedanken und Handlungsweisen angeregt werden. Zu diesem Zweck werden die Sinne für genaues Beobachten, Analysieren, Bewerten und zukunftorientiertes Denken geschärft. Dabei können die Heranwachsenden ihre eigenen Wertvorstellungen und Verhaltensweisen erkennen, hinterfragen und diskutieren. ).