Gärten auf dem ÖBZ-Gelände

Auf dem ÖBZ-Gelände gibt es verschiedene Beispiele für Gärten: die Experimentiergärten, der Themengarten "Nachwachsende Rohstoffe", die Wabengärten mit verschiedenen Schwerpunkten und der Frauengarten. Untrennbar mit den Gärten verbunden sind auch die Projekte "Lernstation Streuobstwiese" und "Imkerprojekt".

Einen kurzen Einblick in unsere Arbeit auf den Freiflächen erhalten Sie in dem folgenden Bericht über den diesjährige Tag der offenen Gartentür am 3. Juli 2016
 
Ziemlich genau vor 15 Jahren wurde im Grünzug an der Englschalkinger Straße das Ökologische Bildungszentrum eröffnet. Wer hätte gedacht, dass es sich in dieser Zeit zu einem der idyllischsten Flecken in der Isarmetropole entwickeln würde. Einen großen Anteil daran haben die verschiedenen Gartenprojekte auf den Freiflächen des ÖBZ - ein Vorzeigebeispiel für Biologische Vielfalt in der Stadt. Der Garten besteht seit zwölf Jahren und umfasst verschiedene Themenbereiche: Insekten-, Duft- und Kräutergarten, Trocken- und Wasserbereich, sowie Beeren- und Gemüsegarten, inklusive Wildgemüse. Das Heilpflanzenbeet und der gerade entstehende Wildgarten sind die aktuellen Themenschwerpunkte. Die Gartengruppen haben mit viel Liebe und Freude am Detail die Gärten für die Besucherinnen und Besucher hergerichtet und alle Interessierten eingeladen, mehr über die Hintergründe der Projekte zu erfahren und über Gemüse, Rezepte, Düfte und die allgemeine Gartenlust miteinander ins Gespräch zu kommen. Rund 250 Interessierte sind bei schönstem Wetter der Einladung am Sonntag, den 3. Juli 2016 gefolgt und haben dem ÖBZ am sogenannten "Tag der offenen Gartentür" einen Besuch abgestattet. Am Gartentisch gab es kleine Köstlichkeiten aus zu probieren. An der Kräuter-Bar wurden verschiedene Kräuterauszüge und Kräutertees ausgeschenkt.

Die Bienengruppe des Münchner Umwelt-Zentrums stellte ihr Imkerhandwerk vor und lud zu einem Blick in den Bienenstock ein. Man erfuhr, wozu ein Smoker und ein Stockmeißel nützlich sind, warum es den Bienen in der Stadt und gerade am ÖBZ besser gefällt als vielerorts auf dem Land, und mit welchen Schwierigkeiten sie auch hier zu kämpfen haben.

Im Themengarten Nachwachsende Rohstoffe wurde eine Auswahl von Pflanzen präsentiert, die für die Energiegewinnung, die Herstellung von Ölen, Farben und Fasern oder als Grundstoff zur Kunststoffherstellung genutzt werden. Beim Rundgang erfuhren die Besucherinnen und Besucher mehr über deren Verwendung und welche Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen es bereits auf dem Markt gibt.

Wer mit dem Gedanken spielt, Hühner in der Stadt zu halten, konnte sich in den Seminaren zu Urban Farming informieren, worauf es bei der Geflügelhaltung in der Stadt ankommt und was man zu beachten hat. In weiteren Seminaren gab es Tipps und Ratschläge für naturnahes Gärtnern und zu Permakultur.

Auch für die Kinder war etwas geboten: Die einen zogen mit guter Laune in einer Glücks-Erlebnisreise mit Handkarren, Gartenclown und seinem Pferd "Rosa Plume" über das ÖBZ-Gelände. Andere Kinder nahmen an einem besonderen kreativen Outdoor-Workshop mit der Künstlerin Tanja Leodolter teil: Gemeinsam entdeckten sie in den Gärten die Faszination der Natur und malten dann im hohen Gras der Streuobstwiese mit Pinsel und Farbe eigene Bilder. Die Kunstwerke der jungen Künstlerinnen wurden zum Abschluss des Nachmittags den anderen Besucherinnen und Besucher feierlich in einer Vernissage präsentiert.

Und nicht zuletzt sorgten die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Sonntagscafé mit Kaffee, Tee und leckeren selbst gebackenen Kuchen aus biologischen Zutaten wieder für die kulinarischen Genüsse.