Umweltministerin Ulrike Scharf gab im ÖBZ den Startschuss für drei bayernweite Naturschutzprojekte

Natur in Städten und Dörfern ist wichtig für die Lebensqualität der Menschen und die biologische Vielfalt. Das betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf am 4. Juli 2016 bei einer Pressekonferenz im Ökologischen Bildungszentrum in München. Unter dem Motto „Natur in der Stadt“ gab die Ministerin den Startschuss für drei bayernweite Projekte gemeinsam mit Dr. Norbert Schäffer, Vorsitzender des LBV, Prof. Dr. Hubert Weiger, Vorsitzender des BN, und Dr. Corinna Hölzer, Mit-Gründerin der Initiative "Deutschland summt!"

v.l.: Dr. Hubert Weiger (BN), Dr. Norbert Schäffer (LBV), Staatsministerin Ulrike Scharf und Dr. Corinna Hölzer (Deutschland summt!)

Der LBV beschäftigt sich im Rahmen seines Projekts mit dem Spatz als Botschafter der Stadtnatur. Der Spatz steht stellvertretend für den Rückgang von vielen einstmals häufigen Arten, zu denen auch Schwalben und Mauersegler gehören. Der BN greift das Thema Bäume in der Stadt auf. Sie werden künftig eine noch größere Bedeutung erlangen – für die Verbesserung des Stadtklimas, die Lebensqualität der Menschen und die Artenvielfalt. Die Stiftung für Mensch und Umwelt hat die Aktion "Deutschland summt! – wir tun was für Bienen" ins Leben gerufen. Unter dem Titel "Bayern summt!" soll die Aktion erstmals auf ein ganzes Land ausgedehnt werden.

Umweltministerin Ulrike Scharf: „Bienen sind kleine Helden des Artenschutzes. Rund ein Drittel der Produktion von Obst und Gemüse hängt von der Bestäubungsleistung der Honig- und Wildbienen ab. In Bayern gibt es über 500 Wildbienenarten, bereits jede zweite ist gefährdet. Wir setzen uns für den Schutz der Wildbienen und der Artenvielfalt in der Stadt ein."

Dass Umweltbildung durchaus auch sehr unterhaltsam geschehen kann, konnte die Ministerin direkt im Anschluss an die Presseveranstaltung im ÖBZ erleben. Die Schauspielerin Barbara Geiger, alias Fräulein Brehm, nahm die Zuschauerinnen und Zuschauer in ihrer Vorführung „Hymenoptera" wortreich mit auf ihre fulminante Forschungsreise in die fantastischen Welten der Wildbienen.

Als Ort für die Veranstaltung wählte das Ministerium das Ökologische Bildungszentrum, das als anerkannte Umweltstation mitten in der Großstadt und doch im Grünen gelegen, eine ideale Adresse darstellt. "Mit rund 20.000 Teilnehmenden pro Jahr ist das ÖBZ eine der etablierten Adresse in Sachen Umweltbildung und Träger des Qualitätssiegels Umweltbildung.Bayern. Als großstädtische Umweltstation macht das Thema 'Natur in der Stadt' naturgemäß einen Schwerpunkt in unserer Bildungsarbeit aus. Daher freuen wir uns besonders, dass die drei bayernweiten Projekte hier verkündet wurden", sagte Marc Haug, Geschäftsführer des MUZ im ÖBZ.
Münchner Volkshochschule


Münchner Umweltzentrum e.V.



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